2024-08-22
Gedankenfragmente einer Leerstelle
Ich hatte die Geschichte des Vaters erwartet, aber bekam Gedankenfragmente zu lesen.
Die Geschichte, die für mich keine richtige Geschichte war, handelt von der Auseinandersetzung mit der Leerstelle, die der Vater bei der Protagonisten hinterließ. Er starb als sie 8 Monate alt war bei einem Autounfall.
Eigentlich vermisst sie ihn nicht, weil sie ihn gar nicht gekannt hat. Aber trotzdem fehlt dort etwas in ihrem Leben. Gedanken und Gespräche reihen sich aneinander, wichtig neben unwichtig, vielleicht wie im echten Leben und wie im echten Leben wird es auch manchmal langweilig, dazwischen interessante Einschübe, über die Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz, die Hinterweltlichkeit, die letzte Hexenhinrichtung.
Sie sucht den Verursacher des Unfalls, E.T. abgekürzt, also ein Außerirdischer? Sie sammelt Hinweise zu seinem Leben, aber am Ende frage ich mich, wozu?
Diesen Stil des Gedankenstroms mögen einige Leser, mein Ding war es nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass dort keine Fragen aufkamen, die mich allzu lange beschäftigt hätten.